Juni 2008 | Blickpunkt Film/ filmz.de 2008
Freche Mädchen - Henriette Nagel überzeugt in ihrem Debüt

Dieser Film war schon lange fällig. Seit 1998 gibt es die erfolgreiche Mädchenbuchreihe Freche Mädchen - freche Bücher von unterschiedlichen Autoren. Die drei Heldinnen Mila, Hanna und Kati schaffen es jetzt mit Schwung auf die Leinwand und lassen ihre Altersgenossinnen mitleiden und mitlieben. Sie sind beste Freundinnen.

Gesangstalent Hanna möchte an einer Castingshow teilnehmen, ihrem Freund wäre es lieber, sie würde mit ihm als Läuferin zu sportlichen Ehren kommen. Kati verknallt sich erst in einen Klassenkameraden, der ihr die Pausenbrote wegfrisst statt zu küssen und entdeckt dann ihr Herz für Neuzugang Brian (Wilson Gonzales Ochsenknecht), der aus einem Gedicht, das Mila geschrieben hat, einen Song für seine Band macht und die Klassenzicke abschleppt.

Und Mila, die eigentlich noch keine Beziehung möchte, verliebt sich in einen jungen Referendar (David Rott), der auf ihre Friseusen-Mama (Anke Engelke) steht. Die erste Liebe hat's in sich und tut am meisten weh.

Emilia Schüle, Selina Shirin Müller und Newcomerin Henriette Nagel, drei ebenso bezaubernde wie talentierte Jungdarstellerinnen, sind Mädchenpower pur, gehen durch Eifersuchtskrisen und halten dennoch zusammen. Unterstützt wird das Trio von einem Ensemble deutscher Comedy- und Schauspielgrößen, allen voran Anke Engelke, Armin Rohde, und Piet Klocke.Die Regisseurin Ute Wieland (FC Venus) vermischt Wirklichkeit mit Traumsequenzen und visualisierten Wünschen.

Der Film ist exakt auf die Zielgruppe, junge Mädchen in der Pubertät, zugeschnitten. Freche Mädchen gibt den Teenies Zucker und trifft - wenn es um die Verwirrung der Gefühle geht - ins Schwarze. Erinnerung an die eigene Zeit ist gefordert, himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt und immer in den falschen Jungen verschossen...